Zeitmanagement Teil 5: Umgang mit Ablenkungen – Konzentration in einer lauten Welt
- Mental- und Entspannungstraining Daniel Blank

- 7. Aug. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Einleitung: Der größte Feind deiner Produktivität
Du sitzt am Schreibtisch, willst konzentriert arbeiten – und plötzlich vibriert das Handy, ein Kollege stellt eine Frage oder du denkst: „Ich schau nur ganz kurz bei WhatsApp rein …“
Willkommen im Alltag moderner Ablenkung.
Egal ob im Homeoffice, Großraumbüro oder privat: Unser Alltag ist durchzogen von Unterbrechungen. Sie mögen klein wirken, aber sie reißen uns aus dem Fokus – und genau das ist teuer. Studien zeigen: Nach jeder Unterbrechung dauert es durchschnittlich 23 Minuten, bis wir wieder vollständig bei der Sache sind.
Wer seine Zeit im Griff haben will, braucht deshalb nicht nur Planung – sondern auch strategischen Selbstschutz vor Ablenkungen.
Warum Fokus der neue Luxus ist
In einer Welt voller Reize wird Fokus zu einer Superkraft. Konzentration bedeutet:
tiefes, effektives Arbeiten
weniger Fehler
kürzere Arbeitszeiten
und letztlich: mehr Zufriedenheit
Fokus spart dir Zeit, Energie – und Nerven.
Typische Ablenkungen – und wie du sie vermeidest
Beruflicher Alltag:
1. Benachrichtigungen
Problem: E-Mail-Pings, Chatnachrichten, Pop-ups
Lösung: Benachrichtigungen deaktivieren oder bündeln (z. B. feste Mail-Zeiten)
2. Meetings und Kollegen
Problem: Ständige Unterbrechungen durch andere
Lösung: Fokuszeiten im Kalender blocken, stille Arbeitsphasen klar kommunizieren (z. B. per Schild, Status, Slack-Status)
3. Multitasking
Problem: Zwischen Aufgaben springen (z. B. E-Mails checken während Telefonaten)
Lösung: Monotasking praktizieren – eine Aufgabe nach der anderen
Im privaten Umfeld:
1. Smartphone
Problem: Ständige Social-Media-Impulse
Lösung: App-Benachrichtigungen ausschalten, Bildschirmzeit begrenzen, Flugmodus aktivieren
2. Umfeld & Familie
Problem: Störungen durch andere
Lösung: Kommuniziere deine Arbeitsphasen – z. B. mit festen „Ich bin gerade im Tunnel“-Zeiten
3. Gedankenchaos
Problem: Plötzliche Ideen oder Sorgen, die ablenken
Lösung: Gedanken-Notizblock neben dem Arbeitsplatz – aufschreiben und später bearbeiten
Konzentration trainieren – Fokus ist wie ein Muskel
1. Arbeite in Intervallen
→ z. B. mit der Pomodoro-Technik (25 Minuten Fokus, 5 Minuten Pause)
2. Rituale schaffen
→ feste Startzeiten, feste Orte, gleiche Musik oder Duft: dein Gehirn lernt, „Jetzt wird gearbeitet“
3. Achtsamkeit stärken
→ regelmäßige Pausen, kurze Meditationen oder bewusste Atemübungen helfen, fokussiert zu bleiben
4. Umgebung optimieren
→ aufgeräumter Schreibtisch, leiser Raum, Tools im Griff = weniger Reize = mehr Konzentration
Digitale Tools für besseren Fokus (optional)
Forest App: Pflanze virtuelle Bäume, wenn du offline bleibst
Freedom oder Cold Turkey: Blockiere Webseiten gezielt
Noise-Cancelling-Kopfhörer: Für Ruhe im Großraumbüro oder zu Hause
Notion oder Todoist: Klare To-do-Strukturen verhindern geistiges Abschweifen
Schutz vor Ablenkung ist aktives Zeitmanagement
Ablenkungen lauern überall – aber du kannst lernen, sie zu erkennen, zu kontrollieren und systematisch zu reduzieren. Wer seinen Fokus schützt, arbeitet nicht nur produktiver, sondern lebt bewusster, entspannter und selbstbestimmter.
Tipp zum Mitnehmen:
Führe für einen Tag ein Ablenkungstagebuch. Immer wenn du dich unterbrichst (oder unterbrochen wirst), notiere:
Uhrzeit
Auslöser
Wie du dich danach gefühlt hast
Schon nach einem Tag wirst du sehen, wie oft kleine Unterbrechungen dich ausbremsen – und wo du ansetzen kannst.




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